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Unser goldener Sch…haufen geht diesmal an eine der ignorantesten Städte Deutschlands

FahrGut Club
Veröffentlicht von in Auszeichnungen · 7 August 2015
Wieder wurden nach einem Chemieunfall (bei dem sogar Asbest freigesetzt wurde) die Anwohner auf der direkten anderen Rheinseite, also z.B. in Duisburg-Mündelheim nicht informiert oder gar gewarnt.
 
Gerade bei diesem Wetter hatten dort natürlich die meisten Menschen Türen und Fenster weit geöffnet. Unbeachtet blieb der laute Knall da ohrenbetäubender Lärm von der Krefelder Rheinseite an der Tagesordnung ist. Man achtet schon lange nicht mehr darauf und so blieb es leider auch unbemerkt, dass es sich gerade wieder einmal um einen Chemieunfall a`la Krefeld handelte, leider.
 
Es ist nicht nur eine Unverschämtheit seitens der Krefelder Einsatzkräfte sondern schon eine versuchte Körperverletzung zumal nicht klar war ob toxische Stoffe freigesetzt wurden.
 
Unser großes Dankeschön an eine der ignorantesten Städte Deutschlands, also an Krefeld möchten wir mit der Vergabe unseres „goldenen Scheißhaufens“ bekunden. Krefeld, die einstige Stadt aus Samt und Seide (lange ist es her) hat ihn sich wirklich redlich verdient.



Worum ging es eigentlich?

Am Mittwochnachmittag den 05.08.2015 ist im Chempark in Krefeld – Uerdingen um circa 14 Uhr ein Stickstofftank explodiert. Ein Produktionsgebäude der Firma Huntsman wurde stark beschädigt.

Asbest-Verdacht bestätigt

Auf Nachfrage der WZ am Donnerstag bestätigte Peter Schütz, der Pressesprecher des Landesumweltamtes, dass sich der Asbest-Verdacht nach ersten Erkenntnissen bestätigt hat. Gefahr für die Bevölkerung soll aufgrund der Größe des Betriebsgeländes jedoch nicht bestehen. 

Mitarbeiter auf dem Betriebsgelände könnten hingegen - gerade  zum Zeitpunkt der Explosion - vermehrte Mengen der Asbestfasern eingeatmet haben. Die Gefahr einer die Lunge zerstörenden Asbestose ist nach Angaben des Umweltamtes nur bei der Einatmung einer hohen Konzentration über einen längeren Zeitraum gegeben. Eine Verkündung der offiziellen Ergebnisse der Messung steht noch aus.

13 Verletzte - Zustand eines Schwerverletzten ist stabil

Am Donnerstag um 14.45 Uhr gibt die Firma Huntsman in einer Pressemitteilung bekannt, dass insgesamt 20 Personen bei dem Unfall verletzt worden sind. Nur noch zwei Personen würden sich derzeit in stationärer Behandlung befinden.

Die Zahl der Verletzten wurde am späten Mittwochabend korrigiert: Ein Mann wurde schwer verletzt. Er wurde auf die Intensivstation einer Unfall-Klinik in Duisburg gebracht, konnte diese aber mittlerweile verlassen. Zwölf weitere Personen sollen leichte bis mittelschwere Blessuren davongetragen haben.

Asbest-Verdacht

Gegen 18 Uhr gab es den Verdacht, dass Bauteile des beschädigten Gebäudes mit Asbest belastet sein könnten. Das Landesumweltamt ist vor Ort, um dies zu prüfen. Eine Gefahr für Anwohner bestehe weiterhin nicht, da die Staubwolke, die bei der Explosion entstanden sei, das Gelände des Chemie-Parks nicht verlassen habe. Das teilte die Feuerwehr auf Anfrage der WZ mit.

Fünf vermisste Personen waren zum Teil eingeklemmt

Zwischenzeitlich wurden fünf Personen vermisst. Es war nicht auszuschließen, dass die Vermissten sich noch in dem zerstörten Gebäude befinden. Die Feuerwehr Krefeld hatte zur Suche Hilfskräfte mit schwerem Gerät aus Düsseldorf und Duisburg sowie eine Suchhundestaffel angefordert. Um circa 16 Uhr wurde bekannt, dass die fünf Personen gefunden worden sind. Zum Teil waren sie eingeklemmt. Lebensgefahr bestand nicht.

60 Rettungskräfte und 70 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz

Beim Eintreffen der Feuerwehr war die Lage nach Angaben des Einsatzleiters Andreas Kros unübersichtlich: "Es war ein großes Schadensszenario. Mehrere Gebäude waren betroffen. Durch die starke Staubentwicklung waren die Leute stark verschmutzt mit weißem Staub", berichtete er. "Die Verletzten mussten mühsam gesucht werden."

Die Wehrleute arbeiteten sich in mehrere Teile des Gebäudekomplexes vor.

"Die Zerstörung in dem direkt betroffenen Teil ist erheblich. Wir prüfen derzeit noch die Lage", sagte Einsatzleiter Kros.

Nahezu alle Scheiben des Gebäudes und die zu einem Großteil aus Wellblech bestehende Außenanlage wurden durch die Explosion, die sogar noch im rund zehn Kilometer entfernten Rheinhausen hörbar war, zerstört.

Stickstoff ausgetreten - Keine Gefahr für Anwohner

Bei der Explosion seien kurzfristig Titandioxid und Stickstoff ausgetreten, teilte der Betreiber mit. Titandioxid ist den Angaben zufolge ein weißes Farbpigment, das unter anderem in Zahnpasta enthalten ist. Luftmessungen wurden durchgeführt. Für die umliegende Bevölkerung bestehe keine Gefahr.

Quelle: Krefelder WZ
 



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